Glaubenssätze – die Stimmen in uns

19. März 2026

An dieser Stelle möchte ich in lockerer Folge Themen aufgreifen, die in meiner Arbeit in der Paar- und Familientherapie immer wieder vorkommen. Themen, die oft mit einem „Ach, dass ist doch normal in einer Partnerschaft/in einer Familie. Man kann nicht immer glücklich sein.“, klein geredet werden.

Und wenn es tatsächlich so wäre und man könnte nicht immer glücklich sein, wäre es nicht schön es zu versuchen?
Wenn Sie an Ihrem Glück, Ihrer Zufriedenheit und Freude in Ihrer Partnerschaft und Familie arbeiten möchten, schreiben Sie mir.

In jedem Menschen gibt es innere Stimmen. Manche ermutigen uns, andere sind kritisch oder sogar vernichtend. Viele Menschen tragen Sätze in sich wie: „Ich bin nicht genug.“ „Ich bin nicht liebenswert.“ „Ich bin zu langsam.“ „Ich bin zu dumm.“
Diese Sätze entstehen selten aus uns selbst heraus. Oft sind sie im Laufe unseres Lebens entstanden – durch Erfahrungen, durch Bewertungen anderer Menschen, durch Situationen, in denen wir uns klein, überfordert oder allein gefühlt haben. Besonders in der Kindheit übernehmen wir vieles ungeprüft. Was wir immer wieder hören oder erleben, wird irgendwann zu einer inneren Überzeugung.
Doch ein Glaubenssatz ist kein Fakt.
Er ist eine Geschichte, die sich in uns festgesetzt hat.
Ein wichtiger Schritt ist deshalb, überhaupt wahrzunehmen: Welche Stimme spricht gerade in mir? Ist es eine alte, verletzte Stimme? Eine erlernte Bewertung? Oder eine Stimme, die mich wirklich unterstützt?
Bewusstsein schafft Wahlmöglichkeiten.
Auch wenn in uns manchmal harte und zerstörerische Sätze toben, können wir beginnen, ihnen etwas anderes entgegenzustellen: eine Haltung von Mitgefühl und Respekt uns selbst gegenüber.

Vielleicht so:
Auch wenn diese Stimmen in mir laut sind, entscheide ich mich, mich selbst zu achten.
Auch wenn Zweifel da sind, darf ich mir mit Freundlichkeit begegnen.
Auch wenn alte Glaubenssätze auftauchen, bin ich mehr als diese Worte.

Denn der Wert eines Menschen wird nicht von den Sätzen bestimmt, die er über sich gelernt hat.

Kleine Aufgabe:

1. Nimm dir einen ruhigen Moment und frage dich: Welcher Satz taucht in mir immer wieder auf?
2. Schreibe diesen Satz einmal auf.
3. Dann lege eine Hand auf dein Herz und sage dir:
„Auch wenn dieser Satz (….hier den Satz eintragen) in mir gerade laut ist, liebe und achte ich mich.“

Du musst den Glaubenssatz nicht sofort verändern. Manchmal beginnt Heilung schon damit, dass wir uns nicht mehr gegen uns selbst stellen.
Versuch mal dem Glaubenssatz zu widersprechen:
„Ich soll dumm sein?! Das ist nicht die Wahrheit und dafür habe ich viele Beweise.“

Auch wenn in uns manchmal vernichtende Stimmen laut werden,
dürfen wir lernen, uns selbst freundlich zu begegnen.
Denn du bist mehr als die Sätze, die du über dich gelernt hast.

Als Abschluss füge ich ein Beispiel eines Umgangs mit Glaubenssätzen ein. Ein Klientin von mir (wenn Ihr meinem Podcast folgt, kennt Ihr sie bereits: Frau St.) begegnet Herausforderungen, Kampf und Schmerz auf eine sehr kreative Weise. Ihre Bild- und Wortkunst hat immer einen großen Ernst, gepaart mit einem Augenzwinkern und der Aufforderung um die Ecke zu denken.

„GLAUBENSSÄTZE ohne punkt und komma

ich glaube du glaubst
er/sie/es glaubt
wir glauben
ihr glaubt
sie glauben

kinderglauben
aberglauben
worte klauben
und schließlich
und endlich
zu guter letzt
dem glauben abschwören

ungläubiger thomas“
Instagramm: @ursulasteuler

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